Filed under: fire alarm
Na toll, jetzt hat es auch mich erwischt…obwohl eigentlich nicht wirklich, denn ich bin bloß Opfer der Umstände geworden…ich wollte mir lediglich nach der Uni was zu essen machen und war dabei mein Gemüse in eine Pfanne zu schnibbeln – wohlgemerkt, die Pfanne stand noch nicht (!!) auf der Platte – allerdings hatte ich die Platte zuvor angestellt, da sie sonst ewig gebraucht hätte, doch plötzlich stieg Qualm aus der Platte und bevor ich alle Fenster öffnen konnte, ging auch schon der dumme Alarm los… mittlerweile hat sich herausgestellt, dass einer meiner Mitbewohnerinnen zuvor etwas übergelaufen ist, und sie es nicht mehr wegwischen konnte, da sie sonst zu spät zur class gekommen wäre… na ja das ist dann vermutlich verdampft, als ich die Platte angestellt habe…ich warte also immer noch darauf, bis mir was anbrennt
Total Fire Alarms:
Apartment: IIII
I-House: I
Nach dem Stress der letzten Wochen, kam mir der Camping Trip am Wochenende gerade recht… die Aussichten auf floating in the pond, bathing in the sun, Volleyball, camp fire, smorz, hiking und eine ganze Menge an fun, fun, fun erheiterten mein Gemüt bereits die gesamte Woche und ich wurde auch nicht enttäuscht. Der Trip sollte eigentlich von Samstag bis Sonntag stattfinden, begann für uns allerdings schon Freitag Abend. Udbahv (aus Indien) hatte bereits vor Wochen begonnen, eine Party zu planen. So kam es dann auch, dass über die Hälfte der Camper (inkl. mir) um ihren Schlaf beraubt wurden, denn neben feiern musste noch gepackt, gebacken (ich habe bis 3 Uhr nachts an zwei Geburtstagsfantakuchen fuer meine Mitbewohnerin gesessen) und Wasserkanister gefüllt werden. Dennoch schafften es so ziemlich alle sich pünktlich um 6:30 Uhr am vereinbarten Treffpunkt (MONSTERTRUCK aufm Parkplatz) zusammenzufinden, so dass wir um 7:45 unsere Tour starten konnten. 20 Leute, 2 Vans, ein Monstertruck und ein Auto begaben sich on the road in Richtung Seymour, eine ländliche Gegend ca. eine Stunde von Indy entfernt. Von der Fahrt selbst habe ich nicht viel mitbekommen, da ich bereits nach wenigen Minuten einschlummerte. Allerdings wurde ich brutal aus meinem Schlaf gerissen, als wir die Hügellandschaft Seymours passierten und Leslie mit 100 km/h Achterbahn mit uns spielte…man hatte das Gefühl in einem Flummi ohne Dämpfer zu sitzen…und als Leslie den Van auch noch beinahe gegen den Baum bugisierte nachdem sie zu schnell in die Kurve eingebogen war, war ich endgültig wach. (Ich bin wirklich dafür, dass die Amis schneller auf ihren Autobahnen fahren dürfen, damit sie nicht auf so waghalsige Ideen kommen und uns arme Internationals beinahe umbringen…)Angekommen auf unserer campsite ging es auch direkt ans Zelte aufstellen. Die Befürchtung, dass wir zu wenig Zelte haben würden, konnte dann doch nicht bestätigt werden… Leslie alleine hatte schon 3 Zelte für insgesamt 18 Personen mitgebracht und mit den Zelten, die die anderen Amis besorgt hatten, konnte man noch mehrlmals seinen Schlafplatz wechseln. Ich habe mir ein 6 Mann-Zelt mit Lizeth und Yu-Chin geteilt – wir hatten jeder einen eigenen Bereich für uns alleine – einfach herrlich (besonders wenn man nachts leicht angeheitert seinen Schlafplatz sucht… so konnte man ihn wenigstens nicht verfehlen
). Den restlichen Vormittag verbrachten wir dann mit fishing (Ich hab einen Fisch gefangen, der war sooooooooooo lang, ist aber als ich ihn aus dem Wasser zog, von der Angel gesprungen…und dabei wollte ich ihn eh freilassen, hatte nämlich nicht damit gerechnet, überhaupt einen zu angeln), swimming, sun bathing, sleeping, volleyball, Reaction (jupp, ich hab schon der Hälfte der Leute Reaction beigebracht and they love it!) und unseren Getränkevorrat aufzubrauchen, so dass eine kleine Gruppe sich bereits um 12 Uhr zum nächstgelegenen Walmart aufmachen musste, um Nachschub zu besorgen. Als sie dann wiederkamen, gab es ersteinmal Lunch à la America – good old sandwiches! Danach wurde noch ein paar Stunden getobt bis wir uns schließlich um die Nachmittagszeit zu Leslies Onkel aufmachten, um uns eine amerikanische Farm anzusehen und in den Wäldern zu wandern. Dazu stiegen wir alle auf die Ladefläche vom Monstertruck – nur Drew unser Fahrer saß in der Cabin und 17 Leute nahmen hinten Platz (und bis auf eine Person konnten wir alle bequem auf dem Rand sitzen, der Truck ist wirklich extrem groß)…
Auf der Farm wurden uns dann von Leslies Onkel und Tante die Kühe, Pferde, Hühner, Schaafe und Lamas (!!!) gezeigt, danach besichtigten wir ein Getreidesilo und zum Schluss ging es ans angrenzende Waldstück, wo wir einen kleinen Fußmarsch zurücklegten. Leslies Onkel war derweil unterwegs, um ein paar Nachzügler von uns abzufangen, nachdem diese sich verfahren hatten und in einem von 100 Oktoberfesten feststeckten. Irgendwann stießen wir allerdings mit ihnen zusammen und da es bereits zu dämmern begann und die ersten Mägen knurrten, ging es zurück zu den Zelten. Endlich wurde das Lagerfeuer aufgebaut und die ersten Veggieburger, Hamburger und Hotdogs gebraten. Zum Nachtisch gab es smorz (wer’s nicht kennt – smorz sind Marshmallowsandwiches bestehend aus gerösteten Marshmallows, Keksen und Schokolade – lecker!) und meinen Fantakuchen, der auch wirklich gut bei meinen Mitcampern ankam (mittlerweile wurden auch die Letzten aus dem Krankenhaus entlassen
)
Den Rest des Abends verbrachten wir dann mit MAFIA, einem Spiel, das ein bisschen Mord in der Disco ähnelt, allerdings spielt man das nicht über den Abend verteilt, sondern direkt am Lagerfeuer und es ist auch um einiges witziger- man hat 2-4 Mafiosi, 1 Arzt und 1 Polizisten, der Rest sind Einwohner der Stadt, oder auch Opfer genannt. Anfangs schließen alle Teilnehmer die Augen, in der ersten Runde dürfen dann die Mafiosi ihre Augen öffnen und das erste Opfer auswählen (der Rest muss weiterhin die Augen geschlossen halten), dann schließen die Mafiosi wieder ihre Augen und der Arzt darf seine öffnen, um einen Mitspieler auszuwählen, den er versucht vor der Mafia zu retten, zum Schluss darf der Polizist noch auf eine Person zeigen, von der er meint, dass er oder sie Mitglied der Mafia ist – das Ganze wird von einem Schiedsrichter überwacht, moderiert und mit blumigen Geschichten ummalt. Dann dürfen alle Teilnehmer die Augen öffnen und der Moderator erzählt, wer auf welche Weise umgebracht wurde, ob die arme Person noch in letzter Sekunde vom Arzt gerettet werden konnte und ob der Polizist die richtige Spur verfolgt. Danach liegt es an den Bürgern einen Verdächtigen zu ermitteln und beschuldigen – die Beschuldigten müssen sich versuchen zu rechtfertigen und am Ende wird abgestimmt, wer evtl. als Mafia in Frage – trifft es eine falsche Person, so haben die Bürger einen Unschuldigen getötet. Das Ganze wird solange wiederholt, bis entweder die Mafia entlarvt (in dem Fall gewinnt die Stadt) oder nur noch 3 Personen übrigbleiben (dann hat die Mafia gewonnen)… wir haben das Spiel mehrere Male gespielt und jetzt ratet mal wer gleich im ersten Spiel die Mafia zum Sieg geführt hat…selbst in den USA halte ich die Familienehre der Assis
Irgendwann ging es dann für mich ins Bett…am nächsten Morgen konnten wir noch einmal fischen, schwimmen und unser Frühstück am morgendlichen Lagerfeuer genießen, bevor gepackt und Zelte zusammengebaut wurden und es zurück mit 100 km/h über die Hügel in Richtung I-House ging. Meinetwegen hätte der Trip auch noch ein paar Tage länger andauern können, das einzige was wir alle vermissten, war eine Dusche und eine Toilette (da erstere nicht vorhanden und zweitere bloß ein Plumpsklo war, das nach kurzer Zeit nicht mehr betreten werden konnte).

Wenn ihr Lust auf mehr habt, könnt ihr euch hier Bilder vom Camping Trip anschauen!