
Trotz etlicher Deadlines und akutem Schlafmangel, konnte ich es mir heut abend dennoch nicht entgehen lassen, dem Mythos von Hooters nachzugehen. Da ich bisher nur in dem Film “Big Daddy” davon gehört hatte, war ich ziemlich überrascht, dass dieses “Restaurant” wirklich existiert. Für den, der es nicht kennt, gibt es nun ein kleine Erläuterung: es handelt sich hierbei um ein “Familienrestaurant” dessen Kundschaft zu 95% männlich ist, die Bedienung zu 100% weiblich nicht älter als 28 und mit einem IQ von 10 (wenn man unsere Bedienung als Maßstab nimmt
) und die Uniform der Waitresses aus weißen Stulpen, Strumpfhosen, kurzen Höschen und engen Shirts besteht. Mehr muss man nicht wissen.
Für die drei Jungs, mit denen ich unterwegs war, war es das Paradies, Kristan und ich fühlten uns ziemlich “angezogen” im Gegensatz zu den Waitresses und haben beschlossen – wer jetzt, in diesem Moment, dem Irrtum verfallen ist, wir hätten uns um eine Stelle beworben und uns auch eine Uniform zugelegt, der liegt falsch und sollte sich zutiefst schämen!! – nein, wir haben beschlossen, Hooters for Girls zu eröffnen, natürlich mit der besseren Geschäftsidee, besserem Essen, besserem Ambiente, einfach allem besser!
Der Abend war aber wirklich lustig, nicht zuletzt, weil American Footballabend war und ganz Indianapolis sich versammelt hatte, um bei Hooters die Übertragungen zu schauen, man kommt sich vor wie bei German Football
und die Sangria war einfach klasse!
Damit war der Abend aber noch nicht beendet, denn schließlich mussten wir ja noch nach Hause kommen…und DAS hätte mich beinahe 2 Mal hintereinander das Leben und einmal meinen Mageninhalt gekostet…jaha
als erstes war Kristan am Steuer und eigentlich liegt es mir fern über Autofahrer meines Geschlechts zu schimpfen, aber man kann doch nicht gleich zwei Mal hintereinander rote Kreuzungen überfahren… die Amis haben zwar Fahrenheit, pounds, feet, miles, cups, aber trotzdem heißt eine rote Ampel immer noch Stehenbleiben, selbst hier!! Na ja, da dachte man als wir auf den Parkplatz einfuhren, das Schlimmste wäre überstanden, aber da lagen wir völlig falsch…Kristan tauschte den Platz mit Markus, der schon den ganzen Abend Auto fahren wollte und es, nachdem er das Fenster repariert hatte, auch endlich durfte (FATALER FEHLER!). Kaum saß er hinterm Lenkrad düste er mit 100 Sachen über den zum Glück leeren Parkplatz, drehte das Auto wie ein Wirbel im Kreis und machte die eine oder andere Vollbremsung. Udbahv und Bryant jubelten, Kristan und ich kreischten was das Zeug hielt und plötzlich standen wir in unserer Parklücke. Von dieser ereignisreichen Fahrt hab ich mich mittlerweile wieder erholt und werde auch weiterhin in Autos einsteigen … es sind also keine bleibenden Schäden entstanden