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ja genau, in wenigen Stunden werde ich zu meinen Amis nach Seattle reisen und Thanksgiving in meiner zweiten Heimat verbringen. Ich bin schon ziemlich excited, aber auch ein klitzeklein wenig worried wegen des Flugs!! Na ja, ich denke das wird schon. Dadurch wird es wahrscheinlich aber in den naechsten Tagen etwas ruhiger in meinem Blog, da ich wirklich jede freie Minute mit Shane, Sabrina, Tante Sara und Onkel Bernhard verbringen moechte, aber ich werde versuchen, euch mit Fotos und Berichten auf dem Laufenden zu halten….
Heute ging es für mich und neun weitere I-Housies in den Indianapolis Zoo. Dieser liegt ca. 15 Minuten vom I-House entfernt auf der anderen Seite des River Walk. Nach einer kleinen Diskussion, entschieden wir uns das schöne Wetter auszunutzen und den Weg zu Fuß zurück zu legen. Letztlich war es aber die richtige Entscheidung – angenehme 25 Grad und ein leichter Herbstwind laden einfach zum Spazieren ein, da können die Amis noch so sehr ihre Autos lieben
. Am Zoo angekommen, staunten wir nicht schlecht, dass vor den Kassen eine große Menge an Familien mit kleinen, süßen, verkleideten Kindern stand. Ja, es ist Halloween Zeit in Amerika und d.h. es wird nicht bloß ein Tag, sondern ganze zwei Wochen lang gefeiert und wir hatten uns für unseren Trip in den Zoo das Halloween ZooBoo Weekend ausgesucht. Davon ließen wir uns aber im wahrsten Sinne des Wortes nicht abschrecken und mischten uns mutig unter die Monster, Draculas, Mumien Cowboys, Prinzessinnen und Weihnachtsgeschenke.
Im Zoo war alles geschmückt, um die Gehege verteilt gab es Piraten, Skelette, Ungeheuer und alles mögliche an Accessories und immer wieder zwischendurch begegnete man gruselig verkleideten Parkangestellten oder netten älteren Damen, die den Kindern Süßigkeiten in ihre Tüten und Beutel steckten.
Wir begannen unsere Tour bei den sea lions (ui waren die schnell) und den walruses, die leider an diesem Tag “frei” hatten und daher nicht in ihrem Gehege waren. Auch der Eisbär hatte nicht so richtig Lust auf Besuch, sondern zog es lieber vor, uns seinen Hintern entgegen zu strecken und mit dem restlichen Körper in der Sonne zu schlafen. Es folgten die walruse – doch leider waren die an diesem Tag on vacation, so dass wir direkt weiter zum Dolphin Adventure liefen. Hier gibt es neben der Dolphin Show (die wir leider nicht gesehen haben), eine unter Wasser Kuppel, in der man die Delphine beobachten kann. Ich hätte den ganzen Tag unter dieser Kuppel sitzen und den Delphinen zuschauen können. Es war richtig entspannend. Blöderweise wurde ich schon nach wenigen Minuten aus dieser beruhigenden Umgebung gerissen, da uns unsere Tour weiter zu den Deserts führte. Da machte ich dann Bekanntschaft mit turtles, snakes, lizzards… Den Rest unseres Trips verbrachten wir dann in den plains bei den lions and hyenas (die ebenfalls schliefen), baboons, zebras, giraffes, ostrichs, gazelles, donkeys, pigs, buffalos, lamas… und my all time favorites: elephants
nachdem wir fast eine halbe Stunde bei den Elefanten verbracht hatten (man konnte sie streicheln
) mussten wir uns leider auf den Rückweg machen… TROTZDEM HATTEN WIR EINE MENGE SPASS!

wie immer gibt es noch mehr Fotos, die ihr euch anschauen könnt!
Nach dem Stress der letzten Wochen, kam mir der Camping Trip am Wochenende gerade recht… die Aussichten auf floating in the pond, bathing in the sun, Volleyball, camp fire, smorz, hiking und eine ganze Menge an fun, fun, fun erheiterten mein Gemüt bereits die gesamte Woche und ich wurde auch nicht enttäuscht. Der Trip sollte eigentlich von Samstag bis Sonntag stattfinden, begann für uns allerdings schon Freitag Abend. Udbahv (aus Indien) hatte bereits vor Wochen begonnen, eine Party zu planen. So kam es dann auch, dass über die Hälfte der Camper (inkl. mir) um ihren Schlaf beraubt wurden, denn neben feiern musste noch gepackt, gebacken (ich habe bis 3 Uhr nachts an zwei Geburtstagsfantakuchen fuer meine Mitbewohnerin gesessen) und Wasserkanister gefüllt werden. Dennoch schafften es so ziemlich alle sich pünktlich um 6:30 Uhr am vereinbarten Treffpunkt (MONSTERTRUCK aufm Parkplatz) zusammenzufinden, so dass wir um 7:45 unsere Tour starten konnten. 20 Leute, 2 Vans, ein Monstertruck und ein Auto begaben sich on the road in Richtung Seymour, eine ländliche Gegend ca. eine Stunde von Indy entfernt. Von der Fahrt selbst habe ich nicht viel mitbekommen, da ich bereits nach wenigen Minuten einschlummerte. Allerdings wurde ich brutal aus meinem Schlaf gerissen, als wir die Hügellandschaft Seymours passierten und Leslie mit 100 km/h Achterbahn mit uns spielte…man hatte das Gefühl in einem Flummi ohne Dämpfer zu sitzen…und als Leslie den Van auch noch beinahe gegen den Baum bugisierte nachdem sie zu schnell in die Kurve eingebogen war, war ich endgültig wach. (Ich bin wirklich dafür, dass die Amis schneller auf ihren Autobahnen fahren dürfen, damit sie nicht auf so waghalsige Ideen kommen und uns arme Internationals beinahe umbringen…)Angekommen auf unserer campsite ging es auch direkt ans Zelte aufstellen. Die Befürchtung, dass wir zu wenig Zelte haben würden, konnte dann doch nicht bestätigt werden… Leslie alleine hatte schon 3 Zelte für insgesamt 18 Personen mitgebracht und mit den Zelten, die die anderen Amis besorgt hatten, konnte man noch mehrlmals seinen Schlafplatz wechseln. Ich habe mir ein 6 Mann-Zelt mit Lizeth und Yu-Chin geteilt – wir hatten jeder einen eigenen Bereich für uns alleine – einfach herrlich (besonders wenn man nachts leicht angeheitert seinen Schlafplatz sucht… so konnte man ihn wenigstens nicht verfehlen
). Den restlichen Vormittag verbrachten wir dann mit fishing (Ich hab einen Fisch gefangen, der war sooooooooooo lang, ist aber als ich ihn aus dem Wasser zog, von der Angel gesprungen…und dabei wollte ich ihn eh freilassen, hatte nämlich nicht damit gerechnet, überhaupt einen zu angeln), swimming, sun bathing, sleeping, volleyball, Reaction (jupp, ich hab schon der Hälfte der Leute Reaction beigebracht and they love it!) und unseren Getränkevorrat aufzubrauchen, so dass eine kleine Gruppe sich bereits um 12 Uhr zum nächstgelegenen Walmart aufmachen musste, um Nachschub zu besorgen. Als sie dann wiederkamen, gab es ersteinmal Lunch à la America – good old sandwiches! Danach wurde noch ein paar Stunden getobt bis wir uns schließlich um die Nachmittagszeit zu Leslies Onkel aufmachten, um uns eine amerikanische Farm anzusehen und in den Wäldern zu wandern. Dazu stiegen wir alle auf die Ladefläche vom Monstertruck – nur Drew unser Fahrer saß in der Cabin und 17 Leute nahmen hinten Platz (und bis auf eine Person konnten wir alle bequem auf dem Rand sitzen, der Truck ist wirklich extrem groß)…
Auf der Farm wurden uns dann von Leslies Onkel und Tante die Kühe, Pferde, Hühner, Schaafe und Lamas (!!!) gezeigt, danach besichtigten wir ein Getreidesilo und zum Schluss ging es ans angrenzende Waldstück, wo wir einen kleinen Fußmarsch zurücklegten. Leslies Onkel war derweil unterwegs, um ein paar Nachzügler von uns abzufangen, nachdem diese sich verfahren hatten und in einem von 100 Oktoberfesten feststeckten. Irgendwann stießen wir allerdings mit ihnen zusammen und da es bereits zu dämmern begann und die ersten Mägen knurrten, ging es zurück zu den Zelten. Endlich wurde das Lagerfeuer aufgebaut und die ersten Veggieburger, Hamburger und Hotdogs gebraten. Zum Nachtisch gab es smorz (wer’s nicht kennt – smorz sind Marshmallowsandwiches bestehend aus gerösteten Marshmallows, Keksen und Schokolade – lecker!) und meinen Fantakuchen, der auch wirklich gut bei meinen Mitcampern ankam (mittlerweile wurden auch die Letzten aus dem Krankenhaus entlassen
)
Den Rest des Abends verbrachten wir dann mit MAFIA, einem Spiel, das ein bisschen Mord in der Disco ähnelt, allerdings spielt man das nicht über den Abend verteilt, sondern direkt am Lagerfeuer und es ist auch um einiges witziger- man hat 2-4 Mafiosi, 1 Arzt und 1 Polizisten, der Rest sind Einwohner der Stadt, oder auch Opfer genannt. Anfangs schließen alle Teilnehmer die Augen, in der ersten Runde dürfen dann die Mafiosi ihre Augen öffnen und das erste Opfer auswählen (der Rest muss weiterhin die Augen geschlossen halten), dann schließen die Mafiosi wieder ihre Augen und der Arzt darf seine öffnen, um einen Mitspieler auszuwählen, den er versucht vor der Mafia zu retten, zum Schluss darf der Polizist noch auf eine Person zeigen, von der er meint, dass er oder sie Mitglied der Mafia ist – das Ganze wird von einem Schiedsrichter überwacht, moderiert und mit blumigen Geschichten ummalt. Dann dürfen alle Teilnehmer die Augen öffnen und der Moderator erzählt, wer auf welche Weise umgebracht wurde, ob die arme Person noch in letzter Sekunde vom Arzt gerettet werden konnte und ob der Polizist die richtige Spur verfolgt. Danach liegt es an den Bürgern einen Verdächtigen zu ermitteln und beschuldigen – die Beschuldigten müssen sich versuchen zu rechtfertigen und am Ende wird abgestimmt, wer evtl. als Mafia in Frage – trifft es eine falsche Person, so haben die Bürger einen Unschuldigen getötet. Das Ganze wird solange wiederholt, bis entweder die Mafia entlarvt (in dem Fall gewinnt die Stadt) oder nur noch 3 Personen übrigbleiben (dann hat die Mafia gewonnen)… wir haben das Spiel mehrere Male gespielt und jetzt ratet mal wer gleich im ersten Spiel die Mafia zum Sieg geführt hat…selbst in den USA halte ich die Familienehre der Assis
Irgendwann ging es dann für mich ins Bett…am nächsten Morgen konnten wir noch einmal fischen, schwimmen und unser Frühstück am morgendlichen Lagerfeuer genießen, bevor gepackt und Zelte zusammengebaut wurden und es zurück mit 100 km/h über die Hügel in Richtung I-House ging. Meinetwegen hätte der Trip auch noch ein paar Tage länger andauern können, das einzige was wir alle vermissten, war eine Dusche und eine Toilette (da erstere nicht vorhanden und zweitere bloß ein Plumpsklo war, das nach kurzer Zeit nicht mehr betreten werden konnte).

Wenn ihr Lust auf mehr habt, könnt ihr euch hier Bilder vom Camping Trip anschauen!

ja, man staune, so schwer sich die Amis auch mit der Aussprache meines Namens tun (würde man die Versuche 1:1 ins Deutsche übersetzen würde mein Nachname entweder Büssee oder Bassie lauten), gibt es in Indy genau einen deutschen Namen, den der Indianapolitaner ohne jedwene Probleme aussprechen kann… MICHAEL SCHUHMACHER … ja Indianapolis, die Haupstadt der Autorennen, da ist es auch nicht verwunderlich, dass man einen ganzen Stadtteil nach dem berühmten Motor Speedway benennt. Natürlich konnten wir uns einen Trip nach Speedway nicht entgehen lassen…so machten wir uns auf und schauten uns die Hall of Fame, in der Rennwagen und Motoräder der letzten 100 Jahre ausgestellt sind, und einen Film über die Geschichte der Rennstrecke an, ließen uns in einem echten Formel1-Wagen fotografieren und nahmen natürlich auch an der Fahrt über den Speedway teil…da unser Fahrer bemerkt hatte, dass wir uns auf Deutsch unterhalten hatten, leitete er seine Tour damit ein, dass seit 2000 die Formel 1 in Indianapolis ausgetragen wird und Michael Schumacher davon 5x Platz 1 und 2x Platz 2 belegt hat
) mehr wollten wir doch gar nicht wissen *gg* …nein… es war eine wirklich lustige Fahrt mit satten 20mph (40 km/h) und mehreren Boxenstops! Einige Fotos gibt es hier natürlich auch wieder zu sehen.

ja, so nennen the people of Indianapolis ;o) ihre White River Gardens…deutscher Name – niederländische Stadt – versteh einer mal Leute hier in Indy ;o) ich für meinen Teil nenne ihn gerne den Butterfly Park…denn egal ob Innen oder Außen, es wimmelt nur so von bunten Faltern, die auch keine Scheu vor den etlichen Besuchern haben und sich gerne mal auf Klamotten, Haare oder Nasen setzen…
Der Beusch im Butterfly Park war ein kleiner Ausflug bei unserer Erkundungstour durch Indy…eigentlich wollten wir den Tag noch mit einem Besuch im Zoo abschließen, der vor allem für seinen 360° Ausguck im Delphinarium berühmt ist, allerdings macht dieser schon um 5.00 p.m. zu, so dass wir das Ganze verschieben mussten (buhu, der Besuch steht immer noch aus)…
…dass wir im Butterfly Park gelandet sind verdanken wir der amerikanischen Gastfreundschaft, wirklich, wenn die Amis eines sind, dann wirklich gastfreundlich…ob es ein Eis ist, das man in einem wirklich herausragenden 3*** Restaurant (McDonalds lässt grüßen) geschenkt bekommt, bloß weil der Chef 3 Brocken Deutsch kann und die Tasche meiner Mutti so toll findet, oder weil die nette ältere Dame im Butterfly Park mir und meiner Kamera (die war wirklich süß – oh it’s your first time here in Indy, you know what, I let you in…go ahead…and take some nice pictures) eine Freude machen wollte… echt nett! Dadurch fand auch noch ein anstrengender Unitag (*hust* 12:00 p.m. – 02:40 p.m.) zu einem tollen Abschluss ;o) …
mehr Fotos gibt es hier